Der Vietnamkrieg (hier in Vietnam heisst er uebrigens Amerikakrieg) hat seine Spuren hinterlassen, wenn auch nicht so leicht zu folgenden, wie wir gedacht haben. Unser Interesse an der Geschichte des Landes fuehrte uns nach Dong Ha, einer kleinen, auf suedvietnamesischer Seite gelegenen Stadt am Rande der demilitarisierten Zone (kurz DMZ). Ein Guide fuehrte uns in diese Region, die waehrend der ganzen 3 Jahrzehnte, in denen Vietnam sich in Konflikten befand, schwer umkaempft war. Vorallem "Agent Orange" und Napalm haben dem Land ihren Stempel aufgedrueckt - es findet sich kein alter Baum in der DMZ...
Relikte des Krieges
Besonders Nordvietnam musste in den Kriegen gegen Frankreich, USA und China einen extrem hohen Blutzoll zahlen. Doch sie haben alle Konflikte fuer sich entscheiden koennen. Man merkt den Menschen hier an, dass sie darauf sehr stolz sind.
Nach den Soldatenfriedhoefen fuhren wir weiter an den Grenzfluss Ben Hai, direkt am 17ten Breitengrad um den die demilitarisierte Zone gezogen wurde.
In der unmittelbaren Naehe finden sich auch die Vinh Moc Tunnel, in dem 40 Familien fuer 5 Jahre lebten (mit Unterbrechungen) um sich vor dem intensiven Beschuss der Amerikaner aus der Luft und von der See zu verstecken.
Je eine Familie lebte in dieser "Familienzelle" die kleiner ist als ein normales Bett.
Selbst Babys wurden unter Tag geboren, unter unvorstellbaren Bedingungen...
Die Eingaenge sind heute offen. Zu der damaligen Zeit waren sie gut getarnt um Tiefflieger nicht auf die Oeffnungen aufmerksam zu machen. Die Vinh Moc Tunnel waren sehr eindrucksvoll, die Vorstellung dort unter massivem Beschuss leben zu muessen beangstigend...
Hue war die naechste Station, die wir noch am selben Tag erreichten. Eine gemuetliche Stadt, die fuer uns aber leider abermals zur Krankenstation mutierte.
Peter durfte sich ueber "Travellers Diarrhoe" freuen, Tanne hat das feuchtkalte Wetter eine ordentliche Erkaeltung eingebracht. Um nicht immer auf die wenig vertrauenswuerdigen Apotheken angewiesen zu sein, entschieden wir uns Peter zum Arzt zu bringen. Ins Krankenhaus. Wenn man es so nennen kann.
Dank Antibiotika konnten wir den boesen Vietnam-Bakterien den Kampf ansagen und so nutzten wir einen der wenigen schoenen Tage fuer eine Sightseeing-Tour durch Hue!
Auf gehts zur Zitadelle per Fahrradtaxi:
Der Eingang zur Zitadelle
Das Kaisertor
Eine der kaiserlichen Pagoden innerhalb der Zitadelle
Was eine Wumme ey!
Und ueber allem weht die vietnamesische Flagge
Am Abend gabs ein bisschen Mond zum Dinner (mehr als Luft und Liebe wollte nicht im Magen bleiben)...
... versuchten unser Glueck die Reisekasse aufzubessern...
... und liessen den Abend auf dem 16ten Stock eines 5-Sterne-Hotels ausklingen.
Ob es am Wetter lag, oder unserer Bekanntschaft mit dem hartnaeckigen Bacterius Vietnamicus, Hue ist kein besonderes Highlight auf unserer Tour. Ganz anders Hoi An, in dem uns ein sehr dreckiger Reisebus nach 4 1/2 Stunden ausgespuckt hat.
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