Saigon stellt die letzte Station auf unserer Reise durch Vietnam dar. Ein Land der Gegensaetze, der Enttaeuschungen und Ueberraschungen. Gegensaetzlich, da Soda meist mehr kostet wie Bier, die Nordvietnamesen viel unfreundlicher sind als die Suedvietnamesen, enttaeuschend vor allem wegen der Aufdringlichkeit der Verkaeufer, deren Unverstaendnis gegenueber dem Wort Nein (@AD-ON: Which part of no you don't understand?), ueberraschend wegen den extremen Wetterschwankungen von kalt und regnerisch zu heiss und trocken, sowie dem Highlight Hoi An, dass eine Reise wert ist!
Nach unserem entspannenden Flug von Danang nach Saigon liessen wir diese pulsierende, ueberfuellte, laermende und nach tausend Dueften riechende Stadt auf uns wirken. Wer eine Reise hier beginnt, duerfte wohl rasch ueberfordert sein. Auch fuer uns waren die vielen Eindruecke ueberwaeltigend.
Der Zweite Abend stand ganz im Zeichen der Romantik. Wir liessen uns auf einer Flussfahrt mit einem 7-Gaenge-Menue verwoehnen, mit traditionellen Gesaengen und Taenzen untermalt. Die Fahrt auf der "La Perle de l'Orient" zeigte uns wie schoen Saigon in der Nacht sein kann, abseits vom stetigen Hupen der Autos und Motorraeder.
Nach diesem lukullischen Mahl musste ein bisschen Sport her. Wir stillten unseren Bewegungsdrang mit Bowling. Erwaehnenswert: Peter gewann mit 4:0
Aber natuerlich muss man die gefuehlte Hauptstadt Vietnams auch mit den Touristenaugen entdecken, und so machten wir uns wieder einmal auf Sehenswuerdigkeiten zu bestaunen. Groesste Herausforderung hierbei sind die unzaehligen Motorrad-Taxifahrer, die dir fast ueber die Fuesse fahren um dich als Kunde zu gewinnen. Und sei es auf direktem Weg ins Krankenhaus.
Der National Palace
Die Notre Dame Kathedrale (wussten gar nicht, dass die Franzosen bei der Namensgebung so kreativ sind)
Das War-Remnant Museum
Das Nacht- und Marktleben hat uns in Saigon besonders gefallen. Sei es interessante Gespraeche mit Einheimischen im Park, die kleinen aber sehr feinen Essensstaende in den Nachtmaerkten, die spielenden Kinder auf den grossen Plaetzen, oder die "Falang"-Lokale, welche mit Cocktail-Angeboten locken.
An unserem letzten Tag in Vietnam wollten wir doch noch das Mekong-Delta sehen. Es hat sich mehr als gelohnt. Waere schade gewesen diesen landschaftlichen Leckerbissen nicht probiert zu haben. Da wir nur einen Tag investieren wollten, haben wir uns entschieden eine gefuehrte Tour zu unternehmen. Mit dem Bus ging es nach Cai Be, von wo aus wir mit einem Mekong-Kreuzer auf die Mekong-Inseln fuhren.
Dort werden verschiedenste lokale Spezialitaeten hergestellt, von Suessigkeiten ueber Popreis bis hin zu Reisschnaps.
Der letzte Abschnitt der Tour wurde dank Ruderboot eine sehr ruhige und angenehme Fahrt.
Good bye Vietnam. Es hat uns gefallen, auch wenn Laos und Thailand weit vor Vietnam liegen. Im Gegensatz zu den anderen Laendern in Suedostasien ist Vietnam sehr laut, hektisch und gierig. Die vietnamesische Kueche hingegen kann sich essen lassen. Die Landschaft ist wunderschoen, vorallem im zentralen Hochland und es gibt selbstverstaendlich auch viele ausserordentlich freundliche Menschen, mit denen wir uns gut unterhalten haben.
Auf geht's nach Kambodscha, genauer gesagt nach Sihanoukville, wo wir uns 7-10 Tage Strandurlaub auf einer (fast) einsamen Insel genehmigen werden.
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